Begeistert und immer wieder neu tief dankbar, erlebe und begleite ich Aufstellungsprozesse,  Systemische Aufstellungen dienen als verlässliche und darin immer wieder anders überraschend wunderbare Mittel für freie Sicht und Schritte in neue Klarheit, in neues Vertrauen, in neue Ordnung.

 

Im "Aufstellen" gehen Personen als Stellvertreter*innen in lebendige Verkörperung  für  Themen  wie z. B. Berufung, Geldfluss, den Herzenswunsch oder für Personen beispielsweise die Chefin, der Patient, die Großmutter. Durch repräsentierende Wahrnehmung können sich die Stellvertreter*innen geradezu wie von selbst in die ihnen angetragene  Rolle (freiwillig) einfühlen und darin jeweils  stimmig agieren.

 

Deutlich zeigt sich so in diesen oft verblüffend realitätsnah verkörpernden Elementen der "Kosmos" der jeweils ihr eigenes Thema aufstellenden Person. Im Zuordnen oder Unterscheiden, im Gesehen- und Gehörtwerden, im Erfühlen, im Prozess miteinander, erfahren sich die verkörperten Elemente oft als dramatisch zentral und im Aufstellungsprozess sodann als erstaunlich wandelbar. Im Verkörpern bewegen sich die Elemente spielerisch frei und miteinander, um final einen stimmigen Platz als unverzichtbare Teile im großen Ganzen zu finden.

Vor allem konstruktivistisch bewegte Lehrer*innen sind es, bei und von denen  ich ihre jeweils verschiedene und zugleich ähnliche Art und Weise im Aufstellen und Verkörpern lernen durfte. Darin besonders prägend und inspirierend für mich: Holm von Egidy, Siegfried Essen, Catarina Skirecki, Heiko Kleve, Elisabeth Ferrari, Ero Langlotz und Franz Ruppert.

 Viele von ihnen schätzen wie nutzen im Aufstellen verschiedene Formate der SYSTEMISCHEN STRUKTURAUFSTELLUNGEN (SySt®), entwickelt von Matthias Varga von Kibed und  Insa Sparrer, zeigen und klären dieses SySt®-Formate effektvoll, oft überraschend anders also zuvor gedacht, Fragen wie Themen.


Im Aufstellen werden Antworten und Löungen also verkörpert. Über die Körperwahrnehmung verwandeln sich unsere Fragen in Schritte und Wege zu uns selbst und gleichsam zum anderen. Je vollständiger wir uns selbst spüren, umso leichter und klarer gelingt uns ein In-Verbindung-Gehen mit dem jeweiligen Gegenüber: der Kollegin oder dem Kunden, der Klientin, der*dem Chef*in im Beruf sowie privat mit Partner*in, Freund*in, mit den Kindern oder Eltern.

 

In  jeder Aufstellung entsteht im spürbar gefühlten Verkörpern ein mit allen Sinnen erfahr- und ver"steh"bares Bild im Raum. Hier wirkt tatsächlich weise "gefühltes Wissen". Die ihre beruflichen und privaten  Zusammenhänge auf diese Weise untersuchende Person verinnerlicht, nimmt dieses Bild, die Empfindung aus der Verkörperung, in welche sie selbst dann auch hineingeht, erfolgreich mit in ihren Alltag.

Als besonders erhellend und manchmal fast magisch zeigt sich in dieser Methode das zeitgleich mögliche Beleuchten von Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart. Auf diese Weise werden Rollen, Quellen, Blockaden, Verantwortlichkeiten benannt, neu gesehen und geordnet. So wird im jeweiligs einmalig eigenen "Kosmos" die wirklich zielführende An- und Zuordnung stimmig wieder oder erstmalig hergestellt.

Sowohl in Einzel- als auch in Gruppenrahmung sind Aufstellungen im Verkörpern der eigenen Themen und Wünsche möglich  gleichermaßen wirkungsvoll.