Begeistert und zutiefst dankbar begleite ich seit mehreren Jahren in Freude und Verantwortung Aufstellungsprozesse.

Systemische Aufstellungsarbeit ist verlässliche und immer wieder überraschend wunder.bare Erkenntnismethode, eröffnet eine neue Klarheit, neues Vertrauen, eine neue Ordnung.

In den „Aufstellungen“ können Themen wie Berufung, Geldfluss, Gelassenheit oder auch der tiefste Herzenswunsch betrachtet, ihre Dynamik verstanden und geklärt und verwandelt werden, um diese dann im Alltag umzusetzen.

Es ist auch möglich, Beziehungen zu Menschen aus unserem alltäglichen Leben aufzustellen. Wichtig dabei, wir arbeiten immer im Thema, im Blickwinkel, im System derjenigen Person, die eine Aufstellung in Auftrag gibt, die etwas für sich selbst verändern möchte. Natürlich kann in Aufstellungen keine Verwandlungen an anderen vorgenommen werden – das wäre Zauberei und kein systemischer Prozess.


Es geht also darum, die Dynamik im eigenen System zu sehen und zu ordnen, darin den Boden für mehr Klarheit, Leichtigkeit, Struktur im Leben zu bereiten.

Natürlich reagieren dann auch die anderen um uns herum auf unser Anderssein. Wir sind verbunden und Teil des großen Ganzen. Wohl auch deshalb funktionieren Aufstellungen in dem Phenomen der sogenannten repräsentative Wahrnehmung..

Die einzelnen Elemente, Qualitäten, Ziele, Personen, die aufgestellt werden, zeigen den Blick der aufstellenden Person in Bezug auf eine Frage oder ein Thema.
Im Zuordnen oder Unterscheiden, im Gesehen- und Gehörtwerden, im Fühlen entsteht ein wechselseitiger Prozess. Darin werden die verkörperten Elemente oft auch überraschend wandelbar erlebt.
Im Aufstellungsprozess bewegen sich die Elemente frei und spielerisch zusammen, um schließlich als unverzichtbare Teile im Ganzen einen stimmigen Platz zu finden.

Es sind systemische und konstruktivistische Lehrer, mit und von denen ich ihre unterschiedlichen und gleichzeitig ähnlichen Arten von Aufstellungen lernen durfte. Für mich besonders prägend und anregend: Holm von Egidy, Siegfried Essen, Catarina Skirecki, Heiko Kleve, Elisabeth Ferrari und Franz Ruppert. Viele von ihnen schätzen und nutzen die verschiedenen Formate der SYSTEMISCHEN STRUKTURAUFSTELLUNGEN (SySt®), entwickelt von Matthias Varga von Kibed und Insa Sparrer, zeigen und verdeutlichen diese SySt®-Formate wirkungsvoll, oft überraschend anders, indem sie Fragen und Themen ansprechen und Klarheit bringen und Lösungen.

In der Aufstellung verkörpern sich also Antworten und Lösungen. Durch die Körperwahrnehmung verwandeln sich unsere Fragen in Schritte und Wege zu uns selbst und somit auch zu anderen.

Je vollständiger wir uns selbst fühlen, desto einfacher und klarer ist es für uns, mit dem anderen in Kontakt zu treten: Kolleg:innen oder dem Kund:innen,  dem Chef, der Chefin, beruflich wie privat - mit unseren Partner:innen, Freund:innen, Kinder, Eltern.

In jeder Aufstellung entsteht ein mit allen Sinnen erfahrbares und begreifbares Bild der spürbaren Verkörperung. Hier funktioniert „gefühltes Wissen“ wirklich. Wer auf diese Weise sich berufliche und private Beziehungen veranschaulicht, ver"steht", bringt dieses Bild, das Gefühl aus der Verkörperung erfolgreich auch ins alltägliche Leben.

Besonders erhellend und manchmal fast magisch an dieser Methode ist, dass Zukunft,  Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig beleuchtet werden können. Auf diese Weise werden Rollen, Quellen, Blockaden, Verantwortlichkeiten benannt, gesehen und neu geordnet.

Aufstellungen sind sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppengestaltung gleichermaßen effektiv.