Der Körper

Aufstellungen wirken übrigens auch so wunderbar, weil sie Körperarbeit sind. Wir sehen und gehen in der Aufstellung jeden Schritt, jede Sequenz als Ganzes und vor allem mit dem Körper.

Unser Körper ist nicht nur unser ältester Freund, von Anfang an ein Teil von uns.

Der Körper ist unser Instrument, unser Fahrzeug, mit dem wir durch unser Leben, in dieser Welt reisen.

Oft wird von Körpergedächtnis gesprochen. Als unser guter alter Freund,

weiß der Körper oft mehr als das, woran wir uns bewusst erinnern können.

Den Körper als Tempel, als heiligen Ort zu sehen, erscheint mir als besonders

kraftvolles altes Bild für ein bewusstes Leben im eigenen Körper.

In der sogenannten westlichen wie patriarchal geprägten Welt ist die Verbindung zum Körper lange Zeit wenig gelehrt wie gefeiert worden - im Gegenteil. Zum Glück hat sich dies im 20. Jahrhundert verändern können. Verschiedene alte zumeist in der sogenannten östlichen Welt beheimatete Methoden, den Körper als bewussten Teil ihrer *seiner selbst zu erleben, fanden ihren Weg zu uns.

Yoga, Tai Chi, Qi Gong zu praktizieren ist inzwischen für viele alltägliche Handlung, um den Körper zu spüren, zu stärken, sich wohl zu fühlen, gesund zu bleiben. Dank des Internets lassen sich diese Praktiken nun sogar jederzeit erlernen wie geschult wahrnehmen.

Intensiver und noch wirkungsvoller ist es natürlich, Yoga und seine Geschwister-disziplinen direkt mit Lehrer*in sowie in der Gruppe zu praktizieren.

Ein besonders einfacher, oft stark unterschätzter Weg, den jede*r selbständig

üben kann,ist das Atmen. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber viele Menschen

atmen (und leben damit auch oft) deutlich unter ihren Möglichkeiten.

 

Wenn Du das hier gerade liest, spür doch mal, wie intensiv dein Atem

gerade ist, wie bewusst, wie tief du gerade atmest.

 

Wie alle körperlich praktizierbaren Methoden hat Atmen auch eine ganzheitliche,  somit mentalen Effekt. Hier erleben wir bewusst, wie sehr wir mit allem verbunden sind, dass innen auch außen ist. Spüren ganz sinnlich unser Verbundensein mit der Luft und mit dem Körper.

Singen als ebenfalls wundervoll spürbarer Weg, im Körper zu sein, gleichsam

vom Atem getragen, lässt uns den Körper zusätzlich als Klanginstrument

erleben, als Resonanzkörper. Singen macht übrigens glücklich  - und zwar nicht nur wegen der Glückshormone, die der Körper dabei ausschüttet. Singen macht uns auch stimmiger mit uns selbst, mit unseren Zielen, unserem Wollen und Seinlassen.

UND Tanzen ist natürlich ganz klar DAS Mittel, um den Körper in ganzer Kraft zu erleben. Gibt es wenig Möglichkeiten, zusammen mit anderen zu tanzen - wie vielleicht gerade - tanzt du vielleicht einfach für dich selbst. Mit Lieblingsmusik zum Beispiel mit Musik aus Zeiten, in denen du besonders froh und unbeschwert sein konntest, kommst Du bestimmt gut in Fahrt. Und apropos Fahrt, eine kleine feine Zeitreise für's Körpergedächtnis wird bestimmt gleich mitgeliefert.